
Dresdner Parteienforscher Patzelt: "Die CDU muss am rechten Rand fischen"
In einem zum Jahreswechsel 2011/2012 veröffentlichten Dossier des Dresdner Parteienforschers Werner Patzelt zeichnet dieser ein paar offensichtliche Verhaltenslinien für die Zukunft der CDU auf:
“Recht unangreifbar hat sich die CDU in den vergangenen Jahren von links her gemacht. Lohnuntergrenzen, Verzicht auf Kernenergie, Befürwortung von Frauenquoten, Akzeptieren von Einwanderung usw. machen es schwer, ihr weiterhin die diffamierenden Etiketten “neoliberal”, “konservativ”, gar “rechts” anzuheften.”
Dabei dürfe man aber nicht alles rechts der CDU als radikal und faschistoid diffamieren. Vielmehr müssen die Union sogar “am rechten Rand fischen”, so Patzelt.
Geschehe das nicht und würde noch dazu die NPD verboten, gebe es bald eine neue Rechtspartei. Die zu schnell nach “rechts” abdriften würde und zehn Prozent Wählerpotential binden würde, wenn sich prominente Köpfe finden würden.
Die Aktion “Linkstrend stoppen” sieht das als Aufforderung, die konservative Flanke der Unionsparteien weiterhin abzudecken und heimatlosen (ehemaligen) Stammwählern der Union einen Weg zurück zur letzten Volkspartei in der Bundesrepublik zu ebnen. Dazu bedarf es eine deutlichen Kurskorrektur und der Institutionalisierung eines konservativen Flügels der CDU unter Führung des “Berliner Kreises” mit der ALs als “Resonanzboden”.
